Apfel Golden Delicious

Weil Golden vor allem in den 60er bis 80er Jahren sehr dominant war und zu stark angebaut wurde, gab es wohl bei vielen Konsumenten einen Ermüdungseffekt und die Sorte kam in den Ruf, langweilig oder gar schlecht zu sein. Nichtsdestotrotz schneidet Golden bei Blinddegustationen immer noch und immer wieder sehr gut ab! Entscheidend ist, dass diese Sorte in guten, eher milden Lagen angebaut wird. In milden Hanglagen ist sie auch weniger berostet als im Tal.

Dass Golden eine gute Lage braucht, zueigt auch folgende Geschichte: Wegen seiner hohen Erträge wurde Golden gegen alle agronomische Vernunft auch in der ehemaligen DDR angebaut. Und wie wurde die Sorte dann von den DDR-Konsumenten genannt? Gelber Schrecklicher!

Golden hat viel Zucker und eher wenig Säure; für die Verarbeitung und Kuchen ist sie deshalb weniger geeignet. Kinder lieben allerdings diese Sorte – ebenso wie die Italiener, bei denen sie weiterhin absolut dominant ist.

  • Herkunft: Als Zufallssämling von A.H. Mullins in den USA gefunden (1890) und von der Baumschule Stark Brothers auf den Markt gebracht
  • Wuchs: mitelstark wachsend, gut verzweigt
  • Blüte: mittel bis spät, in der Regel sehr furchtbar, stark blühend, Blüten am 1jährigen Holz
  • Pflückreife: Ende September, Anfang Oktober
  • Genussreife: Ende Oktober bis Januar im Naturlager, in Kühllagern bis in den Sommer
  • Frucht: mittelgross, eher hoch, grün sollte leicht gelb aufgehellt sein
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